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Starkregenvorsorge für Nidderau

Aufgrund klimatischer Veränderungen ist in den kommenden Dekaden mit einer Zunahme von Starkregenereignissen zu rechnen. Zur Abschätzung des Risikopotentials und damit letztlich der Vorbeugung von Sach- und Personenschäden hat die Stadt Nidderau 2022 eine Starkregenrisikoanalyse in Auftrag gegeben.

Ziel ist eine Risikobetrachtung in welchen Bereichen der Stadt bei einem Starkregenereignis, mit welchen Wasserständen zu rechnen ist. Eine solche Risikoanalyse erlaubt damit letztlich das Identifizieren risikorelevanter Bereiche und Maßnahmen zur vorbeugenden Schadensreduzierung.

Die Erstellung einer Simulation und Analyse der Abflusswege bei Starkniederschlägen und die Identifikation von zentralen und dezentralen Maßnahmen zur Minderung von Schäden durch diese Starkniederschläge wurde über Mittel des Landes Hessen (T 435/71586870) gefördert.

Aber was ist eigentlich Starkregen?

Im Zuge des Klimawandels werden hessische Sommer auf lange Sicht heißer und trockener. Niederschlag kommt, wenn er denn fällt, häufig als Starkregen. Binnen weniger Minuten fällt dann so viel Regen, dass der ausgetrocknete Boden und die Kanalisation die Wassermengen nicht mehr aufnehmen können. Aufgrund der hohen Niederschlagsintensität und der geringen Vorwarnzeit kommt es bei Starkregen immer wieder zur Überflutung von Unterführungen, Kellern sowie dem Volllaufen von Schächten und im extremen Fall zur Überflutung ganzer Straßenzüge.

Abb.: Bewertungskategorien des ortsbezogenen Strakregenindex. Zusammengestellt aus Schmitt et al.,2008 und DWA, 2013

Wie auf der abgebildeten Grafik erkennbar ist, sind je nach Intensität des Regens unterschiedliche Maßnahmen des Überflutungsschutzes notwendig. Im Bereich des außergewöhnlichen und extremen Starkregen sind private Maßnahmen des Objektschutzes wesentlich, um Schäden zu vermeiden.

Abb.: Bewertungskategorien des ortsbezogenen Starkregenindex. Zusammengestellt aus Schmitt et al., 2008 und DWA, 2013.

Ist Starkregen überhaupt ein Thema?

Diverse Erhebungen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherer zeigen, dass Naturgefahren sehr hohe und über die Jahre ansteigende Schäden verursachen. 2021 war bezüglich des Schadenaufwands mit 12,5 Mrd. Euro das bisher teuerste Jahr.

Die vom Gesamtverband aufgrund von Starkregen erfassten Schäden beliefen sich allein in Hessen für die Jahre 2002 - 2021 auf eine Gesamtsumme von 802 Mio Euro. Die Daten zeigen überdies einen durchschnittlichen Anstieg der Reparaturkosten für hessische Wohngebäude.

Bei steigenden Wahrscheinlichkeiten für Starkregenereignisse ist daher die öffentliche und private Vorsorge von essentieller Bedeutung.

Starkregen kann überall auftreten und erhebliche Schäden verursachen. Unsere Starkregenvorsorgekarten für die fünf Nidderauer Stadtteile zeigen die Risikogebiete und kritischen Stellen bei Starkregenereignissen. Bürgerinnen und Bürger können sich auf den einzelnen Karten die Situation im Bereich des eigenen Hauses/ des eigenen Straßenzuges anschauen, um so die Dringlichkeit der eigenen notwendigen privaten Vorsorge besser abschätzen zu können. Für Privatgrundstücke obliegt die Vorsorgepflicht dem Grundstückseigentümer bzw. der Eigentümerin.

noch 29 Wochen

Phasen

Phasenübersicht
Phase 1: Entwicklung des Starkregenvorsorgekonzeptes für die Stadt Nidderau
Entwicklung des Starkregenvorsorgekonzeptes für die Stadt Nidderau
Phase 2: Austausch Bürgerinnen und Bürger
Austausch Bürgerinnen und Bürger
Phase 3: Erfassung historischer Starkregenereignisse
Erfassung historischer Starkregenereignisse
Phase 4: Melden Sie uns Starkregenereignisse und konkrete Auswirkungen
Melden Sie uns Starkregenereignisse und konkrete Auswirkungen

Austausch Bürgerinnen und Bürger

1. Mai 2024 22:00 - 1. November 2024 23:00

Die Starkregenvorsorge ist eine Aufgabe, die gemeinsam durch die Stadtgesellschaft und die Verwaltung umgesetzt werden muss. Dementsprechend werden hier alle wesentlichen Ergebnisse der Starkregenanalyse zur Einsicht hinterlegt. Hierdurch hat jede Bürgerin und jeder Bürger die Möglichkeit sich zum Gefahrenpotential an seinem Wohnort zu informieren und eventuelle Gegenmaßnahmen zu initiieren.

Weitere Informationen zu Hilfe zur Selbsthilfe erhalten sie in den hier bereitgestellten Flyern

Die Stadt steht ihnen gerne bei weiteren Fragen zur Seite. Kontaktieren Sie uns über die Beteiligungsplattform oder unter starkregen@nidderau.de




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