
Konzept zur Aufwertung und Beruhigung der Nidderaue
Die aktuelle Situation in der Nidderaue zwischen der Feuerwehr Heldenbergen und dem Vereinsgelände Windecken widerspricht den Schutzzielen des Landschaftsschutzgebietes. Besonders problematisch für den Naturschutz sind die inoffiziellen Trampelpfade über die Wiesen und der damit einhergehende hohe Besucherdruck vor allem entlang der sensiblen Uferrandstreifen.
Um die existierenden Nutzungsbedürfnisse (Naherholung, Hundeauslauf, Naturbeobachtung, Treffpunkt) mit denen des Natur- und Gewässerschutzes zu verbinden, wurde in 2022 das Konzept zur Aufwertung und Beruhigung der Nidderaue in Abstimmung mit den Naturschutzbehörden entwickelt.
Ziel des Konzeptes ist im wesentlichen die Verbesserung der Wasserqualität der Nidder und deren Uferbereiche gemäß der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie, die strukturierte Wegeführung inkl. Verbau der inoffizielle Trampelpfade und die Anbindung zwischen dem Bahnhof Nidderau -Heldenbergen und der Neuen Mitte, bzw. Bertha von Suttner Schule.
Auf dieser Webseite finden Sie alle Informationen zu den Beratungs- und Beteiligungsprozessen (siehe Phasen - weiter unten auf der Seite). Bitte informieren Sie sich und bringen sich ein.


Phasen
Weiteres Vorgehen
Es war ein starkes Zeichen für direkte Bürgerbeteiligung, ein Beispiel für gelebte Demokratie und es endete mit einem knappen Ergebnis: Der Bürgerentscheid mit dem Titel „Rettet unsere Nidderaue in Nidderau – wir möchten die Wahl haben!“ über das „Konzept zur Beruhigung und Aufwertung der Nidderaue“ ist gescheitert. Das städtische Konzept umfasst als Schwerpunkte einen stärkeren Schutz der natursensiblen Bereiche, einen barrierefreien Rundweg und eine Fußgängerbrücke vom Bahnhof Heldenbergen zur Neuen Mitte. Die Initiatoren des Bürgerentscheides sprechen sich für eine Beschilderung und ebenso für die notwendige Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinien aus, aber für keine weitergehende Veränderung des Ist-Zustandes aus.
Zwar stimmten 58,5 Prozent der Stimmberechtigten am 2. Juli mit Ja, weil jedoch das erforderliche Quorum nicht erreicht wurde, gilt der etwa 50.000 € kostende Bürgerentscheid als abgelehnt. Der Grund: Mindestens 4.032 Wählerinnen und Wähler und damit 25 Prozent der Wahlberechtigten hätten sich gegen den Beschluss der Stadtverordnetenversammlung aussprechen müssen. Mit einer solchen Hürde möchte der Gesetzgeber – in diesem Fall das Land Hessen – sicherstellen, dass gefasste Beschlüsse der gewählten Gremien nicht leichtfertig aufgehoben werden können. Mit 3.847 Ja-Stimmen fehlten am Ende knapp 200 Voten. 2.730 Nidderauer (41,5 Prozent) stimmten mit Nein und bestätigten damit die Pläne der politischen Gremien. Die Wahlbeteiligung lag mit 40,9 Prozent deutlich höher als bei der jüngsten Landratswahl (30 Prozent).
„Auch wenn das Ergebnis knapp ausgefallen ist, hoffe ich sehr, dass es alle Akteure akzeptieren. Gleichzeitig beinhaltet das Ergebnis für die Verwaltung und die politischen Gremien den Auftrag, berechtigte Sorgen der Konzeptgegner in den weiteren Planungsprozess einfließen zu lassen.“, sagt Bürgermeister Andreas Bär. Fingerspitzengefühl, und gegenseitiges Verständnis und ein respektvoller Umgang seien nun von Allen gefragt.
Erster Stadtrat Rainer Vogel ist erleichtert, dass nach der Abstimmung nun Klarheit herrscht: „Der Beschluss der gewählten Stadtverordneten wurde nicht durch 25 % der Wahlberechtigten aufgehoben. Nichtsdestotrotz werden wir im weiteren Verlauf und den Beteiligungsprozess mit den Bürgerinnen und Bürgern fortsetzen. Gleichzeitig ist es nun auch an der Zeit, dass alle Akteure zur Sachlichkeit zurückzukehren“. Das Sachthema bleibe, mehr Schutz für Natur und Gewässer zu erreichen und die Nahmobilität zu stärken. Dahinter dürften sich sicher alle Bürgerinnen und Bürger versammeln können.
Wie geht es nun weiter? Weil die erforderliche Mehrheit nicht erreicht worden ist, muss die Stadtverordnetenversammlung erneut über das Konzept entscheiden. Spricht sich eine Mehrheit dafür aus, stehen die so genannten Leistungsphasen 1 und 2 bevor. Erst dann kann die Ausschreibung für die Planungsleistungen erfolgen. Erst dann kann der Baugrund für die Nidderquerung untersucht werden. Erst dann kann die konstruktive Gestaltung der Brücke festgelegt werden. Erst dann können die Kosten ermittelt werden. Erst dann können Anträge auf Zuschüsse gestellt werden, wobei die politischen Gremien mit einer Kostenbeteiligung von bis zu 70 Prozent durch Land, Bund und EU rechnen.
Klar ist: Die Stadtverordnetenversammlung hat den Eigenanteil für das Projekt auf 2,5 Millionen Euro begrenzt. „Der Bürgerentscheid ist eigentlich zu früh gekommen. Erst die Leistungsphasen 1 und 2 werden uns Aufschluss über Kosten und Wirtschaftlichkeit geben. Erst dann wird entschieden, wie die Zukunft der Nidderaue aussehen wird“, sagt Erster Stadtrat Rainer Vogel abschließend.
Aktuelle Veranstaltungen
Vergangene Veranstaltungen
Veranstaltungsdatum: Juli 2., 2023 von 06:00 bis 16:00.
Nidderau
Veranstaltungsdatum: Juni 3., 2023 von 13:00 bis 14:30.
Bahnhof Nidderau Heldenbergen
Veranstaltungsdatum: Mai 30., 2023 von 16:30 bis 18:00.
Parkplatz an der Turnhalle der Bertha von Suttner Schule
Veranstaltungsdatum: April 27., 2023 von 17:00 bis 19:00.
Kultur-und-Sporthalle Heldenbergen
Veranstaltungsdatum: April 22., 2023 von 12:30 bis 14:00.
Parkplatz an der Willi-Salzmann Halle
Veranstaltungsdatum: Oktober 19., 2022 von 17:00 bis 19:00.
Kultur- und Sporthalle in Heldenbergen
Veranstaltungsdatum: Februar 1., 2022 um 12:50 bis Februar 28., 2022 um 12:50.
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